silhouette einer springenden Frau über Felsen

The Shorter Stories

Willkommen zum Abenteuer Zeitreisen. Wie würden wir uns schlagen, wenn wir in längst vergangenen Gesellschaften überleben müssten?

Zeitensprünge – Abenteuer Zeitreisen

Was, wenn für einen Menschen seiner Zeit die Zeit gekommen ist, in einer anderen Zeit seinen Platz zu finden? Wie würden wir uns schlagen, wenn wir in längst vergangenen Gesellschaften überleben müssten? Zwischen fremden Strukturen, Kulturen, Bräuchen, Fronten – willkommen im Abenteuer Zeitreisen!

Wer kann schon mit Sicherheit sagen, ob die eine Vermisste oder der andere Verschwundene nicht vom Schicksal versetzt wurde? Vielleicht ist es manchen Menschen möglich, über die Grenzen des Messbaren und Denkbaren hinweg in einen Bruch im Zeitengefüge zu springen? Eine Lücke, die Demjenigen oder Derjenigen die Chance gibt, diese auszufüllen, statt in einem zu engen Rahmen festzustecken oder gar an erdrückenden Umständen zu ersticken …

Die Romanreihe „Zeitensprünge“ steckt voller Menschen aus spannenden Epochen, Rätsel, Gefahren und Liebe.

„Heidenangst“ ist bald als E-Book erhältlich!

Ina stützt im Bayerischen Wald ab und landet unter Barbaren – bald zeigt sich, dass sie keineswegs einer Filmcrew angehören.

mehr über den Zeitensprung-Roman „Heidenangst“ …

Herztropfen Teil I

Der Polizist Ubaldo muss sich im Triest des 19. Jahrhunderts mit einem rätselhaften Fall herumschlagen. Wollte der junge Kellner aus dem Tommaseo seinem Leben wirklich ein Ende setzen? Wo ist er hin?

Es wird Zeit – zu entdecken, auf welche Weise Ubaldos Leben mit jenem der Musikerin Emma aus der Jetztzeit verknüpft ist.

Ubaldo
Ganz und gar nicht herkömmlich war dieser Fall, der im wahrsten Sinne des Wortes einer war – glaubte man den Augenzeugen. Weshalb genau der Freitod eines blutjungen Kellners, von denen es eine Unzahl in Triest gab und um dessen Posten im Tommaseo sich bestimmt sogleich hundert Andere bemühen würden, ein solches Aufsehen erregte, erschloss sich Ubaldo nicht. Eine Unbekannte habe ihn dermaßen in den Bann geschlagen, dass er von nichts und niemand anderem mehr gesprochen habe, seit sie vor Wochen erstmals aufgetaucht war. Dabei sei sie laut Giuseppe sehr auffällig gewesen, ihr Erscheinungsbild so vollkommen anders.

Die hellbraunen Locken hätten Scheitelpartie und Hinterkopf der Fremden üppig bedeckt, die seitlichen Partien hingegen hätte sie ganz kurzgeschnitten getragen. Ihre Überbekleidung sei von einem seltsamen Karomuster überzogen gewesen und sackartig an ihrem Körper gehangen. Von einem Ohr sei eine Kette mit einem silbernen Tropfen daran gebaumelt. Darüber hinaus hätte sie Hosen getragen und geschnürte Stiefel ganz ohne Absätze. Kein Korsett, keinen Hut, keine Schute, keine Krinoline. Das ergab keinerlei Sinn.

Giuseppe sei diesem Phantom nachgerannt, vorbei am Teatro Grande , den Molo San Carlo  hinaus, habe „Vergeben! Nicht vergehen!“ gebrüllt. Oder auch „Kein Vergehen!“, ehe er sich wie von Sinnen ins Meer gestürzt hatte.

Emma
Emma saß auf der bronzenen Windrose am Ende des Molo Audace , die blauen Augen aufs offene Meer gerichtet. Der Wind schickte ein herbstliches Lüftchen in ihren Rücken. Sie zog den Kragen ihres hellen, karierten Wollmantels enger. Erneut musste sie schaudern. Schon im Tommaseo war trotz des Cappuccino, den sie geordert hatte, Gänsehaut über sie gekommen. Sie wurde doch hoffentlich nicht krank? Im Tommaseo hatte Emma eine Erscheinung gehabt.